Juwelen der Film- & Fernsehgeschichte

Der rote Vogel
Der ZDF-Fünfteiler von Sandra Paretti

DVD-Box inkl. Bonusmaterial
u.a. ZDF-Reportage über Sandra Paretti, Nachruf, Interview, Zuspielteil

Der rote Vogel ist eine fünfteilige Romanverfilmung des ZDF aus dem Jahr 1993. Die Bestsellerautorin Sandra Paretti ("Der Wunschbaum", "Der Winter, der ein Sommer war") schrieb das Drehbuch zu diesem großen Mehrteiler über Liebe, Verrat, Illusion und Vergebung erstmals exklusiv für eine Fernsehanstalt. Die Verfilmung erreichte 1993 im ZDF höchste Einschaltquoten.

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Der rote Vogel war das letzte Werk von Sandra Paretti bevor sie, unheilbar erkrankt, im März 1994 (nur drei Monate nach ZDF-Ausstrahlung des Fünfteilers) durch Freitod aus dem Leben schied. Sie war eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen, die mit zahlreichen Bestsellern wie "Purpur und Diamant", "Der Wunschbaum" und "Der Winter, der ein Sommer war" für Furore gesorgt hat.


Inhalt

Die neunzehnjährige Abiturientin Sarah Maienstedt feiert ausgelassen ihren Abschied als Klosterschülerin, sie träumt davon, endlich frei zu sein wie ein Vogel. Doch ihr Glück ist getrübt da die Ehe ihrer Eltern zu scheitern droht. Ihr Vater, der Wissenschaftler Konrad Maienstedt, übernimmt ein Forschungsinstitut in Hamburg und ihre Mutter Inge vertreibt sich die Zeit durch Seitensprünge. Sarah verliebt sich heimlich in den gutaussehenden Schweden Erik Wylander, nicht ahnend, dass dieser auch der Liebhaber ihrer Mutter ist. Erik, der Nachbar der Maienstedts, ist Besitzer einer internationalen Hotelkette. Mit Erik verbringt Sarah die erste Liebesnacht ihres Lebens. Ohne zu wissen, dass sich Mutter und Tochter einen Geliebten teilen, reisen beide zu Erik nach Stockholm. Inge möchte sich endlich über die Zukunft ihrer Ehe klar werden und Sahra kann es kaum erwarten Erik wiederzusehen. Als Inge Erik ahnungslos darum bittet, sich um Sarah zu kümmern, und Erik der Mutter seine Liebe zur Tochter gesteht, kommt es zur folgenschweren Katastrophe.

I. Teil - Sommergewitter

Abiturfeier in einem katholischen Mädcheninternat. Die 19jährige Sarah Maienstedt ist selig, dass ihre Zeit als Klosterschülerin vorbei ist. Kurz vor Beginn der Abschlussfeierlichkeiten erhält Sarah einen Anruf ihrer Mutter Inge. Sie könne leider nicht kommen - der Wagen streike. Sarah ahnt nicht, dass die "Autopanne" nur vorgetäuscht ist. Inge Maienstedt will sich lieber mit ihrem langjährigen Liebhaber Erik Wylander treffen. Währenddessen steht Sarahs Vater, der Wissenschaftler Konrad Maienstedt, vor einer großen beruflichen Entscheidung. Er soll die Leitung eines wissenschaftlichen Forschungsinstituts in Hamburg übernehmen. Bei einem Treffen verlieben sich Erik und Sarah ineinander und verbringen ein Wochenende in den Bergen. 

II. Teil - Verlorene Träume

Während Prof. Maienstedt in Hamburg ein Verhältnis mit seiner neuen Chefin Ellen Vondrowski beginnt, reisen seine Frau Inge und Tochter Sarah nach Stockholm. Am Flughafen werden sie von Erik abgeholt. Beide ahnen nicht, dass sie denselben Mann lieben. 

III. Teil - Flucht

Inge hat auf Erik mit einem Jagdgewehr zwei Schüsse abgefeuert und ihn lebensgefährlich verletzt. Sie weist jede Schuld von sich und beteuert, alles wäre ein Unfall gewesen. Doch Carmen Wylander ahnt die Wahrheit. Zwei Kugeln im Körper ihres Sohnes sind zu viel für einen "Unfall". Nur aus Rücksicht auf Sarah wendet sich Carmen mit ihrem Verdacht nicht an die Polizei. Sarah bleibt unauffindbar. Erst Markus, Sarahs Jugendfreund, kommt ihr auf die Spur: Sie lebt mit der Tirtowa, einer alten Kostümbildnerin, die sie in Stockholm kennengelernt hat, in einem Palazzo am Canal Grande in Venedig. Von dem tragischen Vorfall nach ihrer Flucht ahnt sie nichts. Inge bricht zusammen, als sie erfährt, dass sich ihr Mann endgültig für Hamburg entschieden hat. Sie weiß nicht mehr weiter. Ihre Schwester, die Nonne Peregrina, kümmert sich um sie. Inge bleibt jedoch unbelehrbar und wie verblendet vor Hass. Währenddessen ist Sarah in Venedig Gast im Palazzo der Tirtowa und erlebt die Schönheiten dieser Stadt. Sie bewundert die Arbeit der Künstlerin und ihr buntes, langes, stets positiv gelebtes Leben. Als Markus nach Venedig kommt, um sie nach Hause zu holen, entschließt sie sich, lieber mit der alten Dame nach Budapest zu fahren. Aber dazu soll es nicht mehr kommen.

IV. Teil - Nacht ohne Ende

Das lange und bewegte Leben der Tirtowa hat in Venedig ein plötzliches Ende genommen. Sie stirbt, so wie sie es sich immer gewünscht hat: mit einem Lächeln auf den Lippen. Sarah und Markus tragen sie zu Grabe. Erik, kaum genesen, fliegt zu Sarah nach Venedig. Er bittet um eine Aussprache, doch Sarah lehnt ab: Sie behauptet, Markus heiraten zu wollen. Eriks Liebe zu Sarah ist ungebrochen, und er spürt, dass Sarahs überstürzte Heiratspläne nur eine Flucht sind. Konrad Maienstedt möchte sich in Hamburg nun doch einer Herzoperation unterziehen. Inge fliegt zu ihm, und beide finden scheinbar wieder zueinander. Erik, der Sarah nicht vergessen kann, unternimmt einen erneuten verzweifelten Versuch, sie zurückzugewinnen. Wenige Stunden vor Sarahs Hochzeit steht Erik auf einmal in der Tür.

V. Teil - Mut zum Glück

Die Hochzeit zwischen Sarah und Markus steht kurz bevor: Die Hochzeitsgäste warten bereits in der Kirche, und Markus läuft nervös vor dem Portal auf und ab. Aber die Braut kommt nicht. Als Inge und Konrad ihre Tochter abholen wollen, stehen sie vor einem leeren Zimmer. Sarah ist mit Erik auf dem Weg nach Italien. In Venedig heiraten sie und verbringen dort wunderschöne Tage. Sarah hat Angst vor dem Wiedersehen mit ihrer Mutter, aber bei der Rückkehr erlebt sie eine Überraschung. Inge zeigt sich plötzlich verständnisvoll und gelöst, einer Versöhnung scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Aber wieder einmal trügt der Schein. Als Inge erfährt, dass Sarah und Erik längst verheiratet sind, weiß sie endgültig, dass sie verloren hat. Am nächstem Morgen ist Inge Maienstedt tot. Sarah trifft der Tod ihrer Mutter schwer. Sie ist voller Selbstvorwürfe und glaubt mit Erik nicht leben zu können. Sie flüchtet nach Venedig in den Palazzo der Tirtowa, den diese ihr vererbt hat. Dort fühlt sie sich zu Hause. Venedig wird ihre neue Heimat.


Über Die Autorin "Sandra Paretti"

Der rote Vogel war das letzte Werk von Sandra Paretti bevor sie, unheilbar erkrankt, im März 1994 (nur drei Monate nach ZDF-Ausstrahlung des Fünfteilers) durch Freitod aus dem Leben schied. Sie war eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen, die mit zahlreichen Bestsellern wie "Purpur und Diamant", "Der Wunschbaum" und "Der Winter, der ein Sommer war" für Furore gesorgt hat.

Kurz nach dem roten Vogel inszenierte Sandra Paretti ihren Abgang
Sie schürte damit Stoff für die Boulevard-Presse

Sandra Paretti, geborene Irmgard Schneeberger, inszenierte ihren Tod wie sie bereits Charaktere ihrer Werke sterben ließ. Sie hatte den Tod der Sandra Paretti geplant, als sei sie eine Figur aus einem ihrer Romane. Die Todesart (Gift plus Barbiturate), die letzte Stunde, das Todeslager – ganz in Silber und Brokat – sogar ihre Todesanzeige hat sie selbst verfasst und an die „Neue Zürcher Zeitung“ abgeschickt. Zitat: „Das große Fest des Lebens verlasse ich mitten in dem Walzer, zu dem ich eigentlich durch Frühlingswiesen und Vergissmeinnicht-Nächte bis ins Jahr 2000 tanzen wollte.“ Sandra Parettis selbstbestimmtes Scheiden aus dem Leben war 1994 tagelang Thema Nummer 1 in allen deutschsprachigen Boulevardblättern und schürte die Diskussion um Sterbehilfe. 

Parettis Drehbuch Der rote Vogel sollte ihr letztes Werk bleiben. Zur Fertigstellung des Romans fehlte ihr die Zeit. Das Vermächtnis einer großen deutschen Autorin wurde nach ihrem Ableben durch die Co-Autorin Susanne Scheibler vollendet und der letzte richtige Paretti-Roman Der rote Vogel wurde nach ihrem Tod als Buch veröffentlicht.


Besetzung

Lisa Wolf (Sarah Maienstedt)
Constanze Engelbrecht (Inge Maienstedt)
Friedrich von Thun (Konrad Maienstedt)
Hans Schenker (Erik Wylander)
Lola Müthel (Carmen Wylander)
Marek Erhardt (Markus Loew)
Rosel Zech (Ellen Vondrowski)
Elisabeth Kaza (Tirtowa)
Christine Buchegger (Schwester Peregrina)
Rolf Becker (Sven Rasmussen)
Alois Maria Giani (Jules Dussere)


Buch

Sandra Paretti


Regie

Gero Erhardt


Kamera

Wolfgang Treu


Musik

Robert Schulte-Hemming


Produktionsland/-jahr

Deutschland, 1993


Kategorie

Miniserie (Literatur/Drama)


VÖ-Datum

August 2010


EAN-Code

4042564125702 - Artikelnummer: 6412570


Technische Daten

Sprache/Ton: Deutsch - Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3 Vollbild
Ländercode: 2 (Europa)
System: PAL
DVD-Anzahl: 2 DVDs im Schuber
Laufzeit: 309 Minuten (Der rote Vogel 1-5) inkl. 39 Minuten Bonusmaterial


Bonusmaterial

Ganz persönlich: Sandra Paretti - Ich bin aus Regensburg (29:10 Minuten)
ZDF-Reportage vom 08.10.1989

Nachruf auf die Schriftstellerin Sandra Paretti (2:24 Minuten)
ZDF-Länderjournal vom 14.03.1994

Gespräch mit Lola Müthel + Zuspielteil "Der rote Vogel" (6:55 Minuten)
ZDF-Mittagsmagazin vom 25.11.1993


  

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